Montag, 3. Dezember 2007

Chapter 2: Thailand - Chiang Mai

Hallo Blogleser,

am 26.11.07 erreichten wir mit dem Nachtzug Chiang Mai auch genannt die Rose des Nordens. Und wie es nun mal so ist: Die Welt ist klein und so trafen wir im selben Zug den Steffan Rettig!!! Tja unsere badischen Freunde sind nun wirklich ueberall. Chiang Mai ist die zweitgroesste Stadt Thailands, liegt auf 300m Hoehe und inmitten eines immergruenen Berg- und Nebelwaldes und ist umgeben von zahreichen Bergen. Unter anderem den Doi Inthanon, dem hoechsten Berg Thailands. Hierzu jedoch spaeter mehr.

Diese Stadt ist nun wirklich in keinster Weise mit Bangkok zu vergleichen. Die Atmosphaere ist aufgrund ihres Kleinstadtcharackters wesentlich angenehmer, freundlicher und vorallem gruener als Bangkok. Wir bezogen das Eagle House Nr. 2 welches wir mit zahlreichen Geckos teilten, die uns in den Abendstunden von zahlreichen Moskitos erloesten. Wir hatten auch unser persoenliches Haustier, welches in unserem Badfenster wohnte - wir tauften es Mr. Brown.

Zunaechst haben wir uns einen ueberblick ueber die Stadt verschafft und uns unter anderem die schoensten Tempel der Stadt angeschaut. Die Tempel sind wirklich unglaublich beeindruckend und wunderschoen aber ehrlich gesagt: Tempel ist Tempel, hat man einen gesehen hat man sie alle gesehen. Gewiss hat jeder Tempel seinen eigenen Charakter und ein besonders Higlight wie z.B. den liegenden Buddha, den stehenden Buddha, den Smaragd Buddah oder eine besondere Architektur etc. aber sie aehneln sich dennoch sehr. Ebenso ist es mit den vielen Maerkten die es hier gibt. Allerdings hatte der Nachtmarkt in Chiang Mai einen besonderen Flair, war nicht so ueberlaufen und daher wesentlich angenehmer als beispielsweise der Wochenendmarkt in Bangkok. Daher viel es uns auch besonders schwer nicht so viel von den vielen schoenen und sehr guenstigen Dingen zu kaufen, die man, wenn man ehrlich ist, eigentlich sowieso nicht braucht.


Am naechsten Tag haben wir in der Chilli Club Cooking Academy einen Thai Kochkurs absolviert, der den ganzen Tag ging. Am fruehen Morgen haben wir uns zunaechst fuenf verschiedene Gerichte aus dem Kochbuch, das wir hierfuer geschenkt bekommen haben, herausgesucht und sind anschliessend zum naheliegenden Markt gegangen, um die Zutaten frisch einzukaufen. Unser Kochlehrer erklaerte uns hier sehr viel ueber die verschiedenen thailaendischen Obst- und Gemuesesorten... ebenso ueber die vielen Blut- Wurst- und Fleischwaren, die hier ebenfalls frisch und oft sogar noch lebend angeboten werden. Diese luden jedoch nicht immer zum essen ein. Hier lernten wir auch, dass die Thais nie auf Vorrat einkaufen, sondern fuer jedes Essen, egal ob morgens, mittags oder abends, auf den nahegelegenden Markt gehen um die Zutaten frisch einzukaufen. Die erklaert die vielen Maerkte, die es wirklich ueberall gibt. Zurueck in der Academy ging es dann los mit dem schnibbeln, kochen, braten, fritieren etc und schliesslich das wichtigste, dem Essen. Es hat alles hervorragend geschmeckt und jetzt wissen wir auch was wir essen, wenn wir essen.



Am darauffolgenden Tag haben wir eine Tour in den Doi Inthanon Nationalpark gemacht, in welchem sich auch der hoechste Berg Thailands befindet. Er ist mit 2556 m der hoechste Berg und zudem ein Auslaeufer des Himalayas. Die Natur hier ist wirklich unglaublich faszinierend, beeindruckend, vielfaeltig und kaum mit Worte zu beschreiben. Wir haben auf dem Weg zwei sehr schoene und auch tief abfallende Wasserfaelle besucht.



Ebenso zwei pompoese Monumente, die zu Ehren des Koenigs und der Koenigin errichtet wurden. In dessen umliegenden sehr schoenen Gaerten haben wir einen, vermutlich aus dem Iran, Afghanistan... stammenden Mann getroffen, der versuchte von sich und dem Monument ein Bild zu machen. Norman war so nett und wollte ihm dabei helfen. Er war so ueberwaeltigt davon, dass er Samira bat von ihm und Norman ein Bild zu machen. Nach kurzer Zeit kam er mit seiner ganzen Familie (mind. 10) wieder und jeder machte nach und nach mit uns ein Bild. So wurden wir zur absoluten Sehenswuerdigkeit und das Monument erblasste.

Voller Spannung auf die grandiose Aussicht mussten wir, am Gipfel angekommen, jedoch leider feststellen, dass uns hier der Nebel ein Strich durch die Rechnung gemacht hat... deshalb wird der Berg von den Thais auch "Gipfel ohne Aussicht" genannt und wir verstanden warum die Waelder auch Nebelwaelder heissen. Mit 13 Grad Celsius war es hier oben auch auf deutsch gesagt: SAU KALT!!! Aufgrund der vielfaeltigen Natur ein absolut lohnder Ausflug.



Den Abend verbrachten wir in einer coolen kleinen Reagge Bar mit Livemusik, in welcher wir auch bald in eine Geburtstagsfeier einer Thailaenderin involviert wurden. Ihr Name war BUM und sie feierte ihren 30. Geb. und das mit jeder Menge Thai-Whiskey. Insgesamt war es ein sau lustiger Abend, an dem wir auch ein paar Brocken Thai lernten... leider sind nur wenige Begriffe haengen geblieben... der Thai-Whiskey hat es wirklich in sich.

Am letzten Tag haben wir, da wir ja schon lange keinen mehr gesehen haben, den Tempel Doi Suthep besucht, der 1080 m ueber der Stadt liegt und uns eine tolle Aussicht ueber die Stadt schenkte. Der Tempel liegt auf dem Gipfel des Berges und man muss, um ihn zu besichtigen, 290 Stufen ueberwinden, was aufgrund unseres Katers nicht gerade angenehm war. Auf dem Rueckweg wollten wir uns bei einem Spaziergang durch den Zoo ueber die Tierwelt von Thailand informieren, wir mussten jedoch feststellen, dass dies wohl ein Zoo ohne Tiere war. Es war mit Abstand der schlechteste Zoo den wir je besichtigt haben und ohne Auto, aufgrund der Entfernungen zwischen den Tieren kaum zu bewaeltigen.



Eine lustige Beobachtung, die wir hier in Chiang Mai gemacht haben, waren die vielen frierenden Thais. Hier beginnt gerade der Winter, d.h. die Temperaturen fallen tagsueber auf dramatisch kuehle 25 Grad. Vorallem in den Morgen- und Abendstunden liefen sie alle mit Pudelmuetze, Schal, Handschuhen und dicken Jacken zitternd und frierend herum. Eine lustiger Anblick, wenn man die dick eingepackten Thais neben den schwitzenden Touris sieht.

Wir haben uns dann noch ueberlegt weiter in den Norden nach Pai zu ziehen, aber nachdem wir gehoert haben, dass dort noch mehr Touris unterwegs sein sollen, haben wir uns entschlossen endlich in den Nationalpark Khao Yai zu fahren. Und somit haben wir unsere sieben Sachen gepackt und sind am naechsten Morgen um 8.45 Uhr mit dem Zug nach Pak Chong gefahren, das ca. 250 km oestlich von Bangkok liegt. Dieses Erlebnis werden wir euch dann beim naechsten mal ausfuehrlich erzaehlen.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hammer!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!Bin sowas von neidisch.

Beste Grüße

Dominik