Freitag, 21. Dezember 2007

Chapter 2: Thailand - Koh Lanta

Nach 2 Tagen Aufenthalt in Krabi sagte das www gutes Wetter voraus und so verliessen wir die Stadt am Morgen des 16.12.07 mit dem Boot in Richtung Koh Lanta. Die Fahrt war angenehm und dauerte etwas mehr als 2,5h.
Koh Lanta ist von der Flaeche her mit Koh Phangan vergleichbar, jedoch wesentlich unberuehrter und hierdurch ungemein schoener. 67% der Insel ist von geschuetztem Wald bedeckt und die gesamte Suedspitze, deren Gewaesser und 15 umliegende Inseln wurden in einen Nationalpark umgewandelt. Wie wir von Einwohnern erfuhren, war die Westkueste von Koh Lanta 2004 ebenfalls von dem Tsunami betroffen. Ca. 50m raste die Welle ins Landesinnere und zerstoerte zum groessten Teil die dortbefindlichen Anlagen, Restaurants, Bars und Cafes. Abgesehen von ein paar einzelnen Ruinen ist davon jedoch nichts mehr zu sehen. In den 80er Jahren wurde die Insel erstmals von Travellern entdeckt, jedoch erst im Jahr 2001 gab es dauerhaft Engergie und 2003 Internet. Daher ist Koh Lanta bisher vom Massentourismus verschont geblieben und man kann es fuer diese bezaubernde Insel nur hoffen, dass es auch weiterhin so bleibt.


Mehr als 90% der ca. 20.000 Einwohner sind muslimisch. Zweimal am Tag, und vor allem frueh morgens, also fuer uns mitten in der Nacht, wurde daher lautstark zum Gebet gerufen. Fuer uns (einen Heiden und einen Christen) echt nervig, denn dieser, sagen wir mal singende Akt, sollte jedesmal ewig andauern. Ansonsten ist die Lebensart eher: versuchs mal mit Gemuetlichkeit, mit Ruhe und Gemuetlichkeit..., also dem Inselleben angepasst. Bob Marley und Reggea praegen die Bewohner und das Strandleben. Wir kamen in dem Lanta Pearl Beach Resort am Long Beach unter. Die Bungalows waren klasse und die Eigentuemerfamilie und deren Angestellte sehr locker und nett. Da kam es auch schon mal vor, dass das Fruehstueck in einem Badetuch serviert wurde, weil er so frueh morgens nicht puenktlich aus dem Bett kam. Der Strand ist ca. 3 km lang und wirklich sehr schoen. Im Gegensatz zur Ostkueste von Thailand war das Meer hier eine einzige riesige Badewanne - sehr warm und so gut wie keine Wellen. Entlang des Strandes saumten sich zwischen den Baeumen kleine und gemuetliche Bungalowanlagen, Restaurants, Bars und Cafes, die am Abend in unterschiedlichen Farben erstrahlten und ihre Musik wiedergaben. Jeden Abend veranstaltete eine andere Bar eine Party wodurch das Vergnuegen auch nicht zu kurz kam. Wir genossen die Zeit, hingen rum, relaxten, sonnten uns, schwammen, schnorchelten, lasen ein Buch, assen und tranken und legten stets die Beine hoch.



Ein besonderes Highlight waren die allabendlichen Sonnenuntergaenge. Rot gluehend stuerzte sich die Sonne ins Meer als wolle sie sich abkuehlen. Der gesamte Horizont schimmerte dabei in herrlichen Rottoenen. Ein wunderschoener Anblick, den wir einst bei einem guten Essen unmittelbar am Strand in einem Art Bambus-Pavillon genossen. Ich weiss nicht, wie viele Bilder Samira Tag fuer Tag von diesem gewiss sentationellen Ereignis machte, aber es muessen sehr viele gewesen sein.



Eigentlich sollte es nach drei Tagen weiter nach Koh Phi Phi gehen. Jedoch entschieden wir uns um, nachdem wir von etlichen Travellern und Einheimischen sowie einigen Bildern gehoert und gesehen haben, dass es nicht wirklich lohnenswert ist. Die Insel soll total ueberlaufen sein, es sollen sich Bungalow an Bungalow reihen, sich hunderte von Speed- und Longtailbooten am Strand tummeln und das Schwimmen nahezu unmoeglich machen und zudem total ueberteuert sein. Wer braucht schon den Strand von "The Beach"...?
Daher blieben wir zwei weitere Tage auf Koh Lanta und entschlossen uns, einen gewiss teuren aber, wie sich herausstellen sollte, sensationellen und unvergesslichen Ausflug nach Koh Rok, einer Insel in dem bereits erwaehnten Nationalpark, zu machen.
Was die Schoenheit und Vielfalt an Pflanzen und Tieren auf Land im Khao Yai Nationalpark war, so stellt die Insel Koh Rok das Pendant fuer die Unterwasserwelt dar. Ich weiss nicht wie man solch eine Schoenheit beschreiben kann. Ich weiss auch nicht, ob man ueberhaupt hierfuer die richtigen Worte finden kann, so unglaublich, so faszinierend, so fremd und doch so wunderschoen war dieses Erlebnis. Wir schnorchelten inmitten eines riesigen, farbenfrohen Korallenriffs - zum Teil fuehlten wir uns wie in einem grossen Aquarium. Unzaehlige Fische in allen erdenkbaren Farben und Groessen schwammen um uns herum. Prachte man ein Stueck Brot mit ins Wasser so wurden schnell aus hunderten tausende von Fischen. Unter all den verschiedenen Arten sahen wir unter anderem gelbe und schwarze ca. 1m lange und pfeilspitze Trompetenfische und unzaehlige in verschiedenen Farben schimmernden Papagaienfische. Diese waren besonders schoen, denn es war einen regelrechte Farbenexplosion. Ebenfalls beeindruckend war eine ca. 1m lange Muraene und aufgepasst: Samira hat Nemo und all seine Freunde gefunden - die waren sooo suess! Sie schwammen in unmittelbarer Naehe zu ihren Weichkorallen, die von der Stroemung hin und her wiegten, um sich bei der kleinsten Gefahr zurueck in die roehrenfoermigen, weiss schimmernden Korallen zu fluechten. Ein senationeller Anblick. Das gesamte Korallenriff bestand aus unzaehligen Weich-, Leder- und Steinkorallen in unterschiedlichen Groessen und Farben. Insgesamt fuhren wir drei Riffe an, wobei wir nicht sagen kann welches schoener war. Dieser Trip war regelrecht ein Highlight unserer Thailandreise und wird fuer immer unvergessen bleiben.
Leider gibt es hiervon keine Bilder, aber selbst die Bilder koennten diese atemberaubende Schoenheit nicht wiedergeben.


Heute morgen ging es zurueck nach Krabi. Momentan ist es 6 Uhr am abend und gleich gehen wir wieder auf dem Essensmarkt in einer der zahlreichen Garkuechen essen - Mahlzeit und bis bald!

3 Kommentare:

Schustaa hat gesagt…

hey ihr zwei! echt schön zu lesen dass es euch gut geht und das leben in vollen zügen genossen wird! trotzdem verpasst ihr was wenn ihr euch phi phi entgehen lässt. keine frage, voller leute und boote ist es! aber dafür gibt es auch einen ganz einfachen grund: es ist nunmal die schönste insel südostasiens! und alle wollen es sehen. "die diva der südostasiatischen inseln" wird sie ja auch nicht aus heiterem himmel genannt. und hand aufs herz, thailand is so oder so voll von leuten. egal wo man sich befindet.
und die leute die behaupten dass man dort nicht schwimmen kann sind einfach nur zu faul 5 minuten durch den dschungel zu laufen um an einem nahezu einsamen strand zu baden. ich kann phi phi nur empfehlen. es ist vielleicht keine familieninsel wie samui aber umso mehr für junge leute und deren bedürfnisse.

so, habe dir ja gesagt dass ich als meinen senf dazu geben werde! :-)
passt auf euch auf und nicht aufhören zu schreiben!

grüsse nach asien,
banane

Anonym hat gesagt…

Sicher werden wir nicht aufhoeren zu schreiben, mein Freund. Bald geht es schon nach Australien, freu mich schon die riesen Banane zu sehen, dich mal in voller Lebensgroesse, ha ha, freut mich dass du unsere Reise verfolgst!!!
Gruesse

Anonym hat gesagt…

Hallo Ihr Zwei,

in Thailand kenne ich mich leider nicht aus, aber Eure Bilder machen Lust auf mehr. Aber was ich kenne ist das Gefühl, Weihnachten weit weg von zu Hause in einem ungewohnten Klima zu verbingen. Da kann einen schon mal das Heimweh überkommen. Aber dann lacht die Sonne und es geht weiter! Ich wünsche Euch ein schönes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und eine glückliche Zeit im nächsten Jahr!

Viele Grüße
JR aus Mannheim