Dienstag, 22. Januar 2008

Chapter 3: Australien - Cairns und Umgebung

Ca. 4500km haben wir nun hinter uns gelassen. Jetzt sind wir am Ziel unserer Australienreise angekommen - in Cairns. Der hoeheren Gewalt zum Dank ein paar Tage frueher als geplant, aber nun gut... passiert schon mal.
Cairns ist wirklich eine traumhaft schoene, tropische Stadt. Sie ist zauberhaft gelegen. Zur einen Seite hin oeffnet sich das tuerkise Meer mit dem Great Barrier Reef sozusagen vor der Haustuer. Dazu ist sie umgeben von hohen, in einem satten Gruen leuchtenden, Bergen. Diese sind mit dichtem tropischen Regenwald bewachsen, die allesamt in einem Nationalpark zusammengefasst sind. Es ist ein grandioser Anblick. Die Stadt selbst ist gesaeumt von unzaehligen Palmen, Baeumen und Bueschen, herrlichen Parks und einer schoenen Uferpromenade, was die schoene Lage noch unterstreicht. Mit gerademal 120.000 Einwohnern ist Cairns eine ueberschaubare Stadt. Jedoch ist sie zu einem Mekka fuer den Tourismus geworden. Bereits heute kommen ueber 1.000.000 Touristen pro Jahr und der Strom reist nicht ab.



Genau diese sollten fuer uns ein Problem darstellen. Wir denken es wird von den First-Class-Touristen nicht gern gesehen, wenn Backpacker ueberall in den Park, Parkplaetzen... ihr Camp aufschlagen, bzw. wie wir im Auto naechtigen. Daher ist es ueberall strengstens verboten und wird sogar mit einer hohen Geldstrafe belegt. Wir quartierten uns deshalb in einem recht guenstigen Zeltplatz mitten in der Stadt ein - auch nicht schlecht. So konnten wir wenigstens mal unser Zelt testen.
Das Wetter ist einfach der Wahnsinn... Sonne satt. Wir sollten auch mal Glueck haben!!! Die gesamte Ostkueste ist weiterhin verregnet, gar zum Teil ueberflutet, lediglich Cairns bleibt verschont... zu unserer Freude! So haben wir jeden Tag strahlenden Sonnenschein, ca. 35-42 Grad zu welchen aber auch ca. 80% Luftfeuchtigkeit hinzukommen. Wir wissen nicht wie viel mal wir am Tag duschen gehen, aber es muessen viele viele male sein. Im Grunde wird man nie trocken...

Am ersten Tag haben wir erstmal ausfuehrlich die Stadt erkundet, haben eine Tour zum Great Barrier Reef gebucht und sind in einer schoenen Lagune direkt am Meer schwimmen gegangen. Und da es hier auf dem Zeltplatz einen Aufenthaltsraum mit Fernseher gibt, konnte ich am Abend sogar noch die Australien Open verfolgen. Was fuer ein Tag, man koennte es nicht glauben, wenn man es nicht selbst erlebt haette;-)

Great Barrier Reef
Am naechsten Morgen den 18.01. ca. 7:20 Uhr ging es los. Wir waren schon richtig aufgeregt! Es sollte zum groessten zusammenhaengenden Riff der Welt gehen, was uebrigens jedes Jahr noch um 1cm waechst. Wenigstens ein Highlight unserer Reise, das klappen sollte. Und nicht nur das... wir buchten auch gleich eine richtige First-Class-Tour.



Da Nebensaison ist (ha ha) sind die Touren nicht ausgebucht und wir bekamen daher unsere Tour fuer die Haelfte des regulaeren Preises. So konnten wir einen richtig guten Segelkatamaran mit leckerem und ueppigem Essen, Kaffee, Kuchen, Sekt, Schnorchelausruestung und wenigen Leuten geniessen. Die Fahrt zum Riffe dauerte ca. 1,5h. Wir genossen sie bei herrlichem Wetter und einer kuehlen Prise auf dem "Upper-Deck". Wir fuhren zur Michaelmas Cay, einer kleiner Sandbank auf der zahlreiche Voegel hausen und ihre Eier legen. Daher ist sie auch streng geschuetzt und es ist verboten (ausser uns) sie zu betreten.



Dort angekommen zwangen wir uns in den nicht gerade sexy Quallenschutzanzug, den man um diese Jahreszeit leider tragen muss, da es sonst zu gefaehrlich waere. Sieht bescheuert aus... zugegeben... daher gibt es auch kein Bild ;-) aber es hilft! Dann endlich rein ins Vergnuegen. Ich sag nur ... Great, Greater, Great Barrier Reef. Einfach unglaublich. Wir waren inmitten eines riesigen Riffs, das von ca. 6m bis 1m an die Wasseroberflaeche reichte. Die Korallen waren ueberwaeltigend und schimmernden in herrlichen verschiedenen Farben, genau so wie man sich ein farbenfrohes Riff vorstellt. Es war einfach ein gigantisches Gefuehl. Im Vergleich zu Thailand war es um Laengen besser. Allerdings, und das war gewiss sehr schade, ist hier nicht ein so grosser Fischreichtum anzutreffen. In Thailand sprang man ins Wasser und war sofort von Tausenden von Fischen umgeben. Auch die Artenvielfalt war hier wesentlich geringer. Dennoch, es war eines der faszinierendsten Erlebnisse unserer Reise und wird daher nie in Vergessenheit geraten. Und ihr haettet sehen sollen, wie Samira sprichwoertlich fast aus dem Wasser sprang als hinter ihrem Ruecken ein ca. 1m grosser und schwarzer Fisch auftauchte und an ihrer Seite vorbei schwamm. Ich glaube so einen Puls hatte sie noch nie zuvor.
Wir genossen das Riff fuer ca. 1,5h, gingen zurueck zum Boot, verschlangen das gute Essen und waren auch gleich wieder fuer eine weitere Stunde im Riff unterwegs. Danach sind wir mit einem Glasbodenboot zu weiter draussen liegenden Riffen gefahren. Hier konnten wir auch Bilder machen. Es war einfach wunderschoen. Haie sahen wir zwar leider nicht, aber dafuer sind mehrer Schildkroeten an uns vorbei geschwommen.
Nach Kaffee und Kuchen ging es mit Sekt zurueck nach Cairns und ein unvergessliches Erlebnis auf dem Great Barrier Reef sollte damit enden. Allein hierfuer wuerden wir nochmals zwei Wochen durch stroemenden Regen fahren um dies ein weiteres mal erleben zu koennen.



Die Tage danach...
An den darauf folgenden Tagen haben wir noch jede Menge erlebt und unternommen. Unter anderem haben wir die sehr hohen Barron Falls, welche in einer riesigen Schlucht zu Tale stuerzen und umgeben von Regenwald sind, besucht. Sehr schoen waren ebenfalls die Crystal Cascades (mehrstufige Wasserfaelle). Hier haben sich im Laufe der Zeit mitten im Regenwald natuerlich "Badenwannen" gebildet, in denen man schwimmen kann, da krokofrei. Die kleinen Wasserfaelle konnte man als Rutschbahn oder aber auch als Sprungbrett nutzen. Es war herrliches erfrischendes und klares Wasser. Zudem waren wir noch bei den Mangroven, dem Lake Marris, dem Lake Placid, dem botanischen Garten, dem Obst- und Gemuesemarkt, dem Nachtmarkt und und und...



Morgen, dem 23.01. muessen wir auch schon wieder unser Auto zurueck geben und werden daher noch eine Nacht in einem Hostel (mit einem richtigen Bett!!!!) uebernachten. Daher steht heute und morgen frueh putzen, Waesche waschen, auf- und umraeumen auf dem Programm. Am 24.01. werden wir noch mal richtig schoen essen gehen. Auf dem Speiseplan werden all die suessen Tiere stehen, wie Kangaroo, Emu, Krokodil,.... Gegen 12 Uhr am Abend werden wir dann zum Flughafen fahren, da unser Flug zurueck nach Sydney gegen 5 Uhr morgens sein wird und wir uns fuer lediglich 3-4 Std. Schlaf kein Hostel mehr leisten wollen.

Sonntag, 20. Januar 2008

Chapter 3: Australien - unser Zuhause

Da der Wunsch geaeussert wurde und fuer alle, die es wissen wollen und es sich nicht vorstellen koennen wie wir hier in Australien leben, hier ein paar Bilder von unserem Wohn-, Schlaf-, Arbeits-, Badezimmer... Kueche, Aufenthaltsraum...

Freitag, 18. Januar 2008

Chapter 3: Australien - Ueberlandfahrt

Gut gelaunt wachten wir am Morgen des 11.01.08 auf unserem Zeltplatz in Bundaberg auf. Der Himmel schimmerte in allen nur erdenklichen Grautoenen wie wir sie schon lange nicht mehr gesehen hatten;-) Aber egal... es war ein guter Morgen. Befluegelt von dem gestrigen Erlebten packten wir unsere sieben Sachen und brachen auf die ca. 300km lange Reise nach Rockhampton, der Rinderhauptstadt Australiens auf... und oh ja, das ist sie. Im Umkreis von ca. 100km aehnelt sich die Landschaft der gleichen - eine einzige riesige Weidenlandschaft mit Rindern soweit das Auge reicht.
Da wir nicht schon wieder Geld fuer einen Zeltplatz ausgeben wollten, fuhren wir, in Rockhampton angekommen, gleich weiter zu den ca. 30km entfernten Straenden. Eigentlich wollten wir es uns dort erstmal so richtig gemuetlich machen und entspannt etwas essen. Aber wie sollte es auch anders sein... es regnete. Und es sollte nicht nur ein Regen sein, NEIN, es sollte fuer Australien typisch gleich ein Weltuntergangsinferno sein. Also weg vom Strand und ab zum Visitorcenter, dass etwas geschuetzter lag und zum Teil ueberdacht war. Waehrend Samira im Auto das Essen vorbereitete, stand ich halb im Regen und kochte Nudeln. Total durchnaesst hatten wir anschliessend unser Candlelight-Dinner im Auto mit Pasta und Tomatensauce - Romantik pur! Auf dem Parkplatz blieben und schliefen wir.


Am naechsten morgen - es regnete mal nicht - fuhren wir entlang der Straende, machten einen Spaziergang, wollten eine Krokodilfarm besuchen, zu teuer, egal, also weiter, zurueck nach, wie die Aussis sagen, Rocky. Sightseeingtour... Hier sahen wir die ersten architektonisch wirklich sehenswerten Haeuser von den Anfaengen der australischen Besiedelung. Jedoch eine Altstadt... Fehlanzeige. Im Grunde koennen all die Staedte an der Ostkueste nix, denn sie haben keinen Charakter, keine Architektur, daher keinen Flair - ausgenommen Sydney.
Hier besuchten wir auch einen wirklich sehenswerten, riesigen botanischen Garten. Er war in verschiedene Themen (japan. Garten, Fruechtegarten, ...) eingeteilt und sehr schoen. Aber das beste, das allerallerbeste daran war ... und jetzt haltet euch fest ... sahen wir zum ersten mal seit wir wissen nicht mehr wie viele Tage, Wochen, Monate ... die SONNE... ganz leicht, etwas schuechtern kitzelte sie unsere Haut. Es war herrlich, wie haben wir sie vermisst. Am Abend sind wir dann noch zu einem Irish Pub gegangen. Wenn man schon in der Rinderhauptstadt ist muss man auch ein dickes saftiges Rindersteak essen. Fuer 10 Dollar (ca. 6 Euro) ein 300g Steak mit Pommes und Salat, dazu ein Guiness... der Tag war perfekt. Wir blieben noch ein Stueck, denn es spielte noch eine Band. Schnell wurde aus dem Pub ein Tanzlokal, jedoch eine Tanzkultur oder Rhythmus im Blut, wie man so schoen sagt, haben die Aussis nicht so wirklich. Wir amysierten uns praechtig! Es war so eine Mischung aus Roboter-Tanz und Hardcore Technogezappel ... und das auf Countrymusic. Es war herrlich anzusehen. Nach ein paar Bier wurde es gleich noch lustiger.


Ein wenig verkatert brachen wir am naechsten Morgen des 13.01.08 auf die ca. 400km lange Reise nach Mackay auf. Es sollte nur ein Zwischenstop sein, bevor es dann am naechsten Tag nach Arlie Beach, dem Tor zu den Whitsunday Islands gehen sollte. Der Plan war perfekt - doch der Regen, immer wieder dieser Regen. Alle Zu- und Ausgaenge von und nach Arlie Beach waren ueberflutet, daher geschlossen, selbst der Highway weiter nach Norden war gesperrt. Wir steckten also fest. Zwei Tage bei Dauerregen. Die 4 qm, in denen wir wohnten, wurden von Stunde zu Stunde kleiner, bedrueckender und nerviger. Der einzige Lichtblick war in einer kleinen Regenpause unser Spaziergang ueber den aufgrund der Ebbe sich staendig vergroessernden Sandstrand. Es war ein faszinierendes Erlebnis mit zahlreichen Krabben und Krebsen.


Um 7 Uhr morgens des 15.01.08 war der Highway nach Norden noch geschlossen, um 9 Uhr wurde er geoeffnet. Arlie Beach stand jedoch immer noch unter Wasser, d.h. adjeu Whitsunday Islands, die schoensten Straende Australiens, adjeu einem DER Highlights unserer Australienreise und ab nach Townsville, ca. 450km ... so lange es noch geht. Und wir hatten Glueck. Selbst wir mussten teilweise noch durch 20cm tiefes Wasser fahren, manch andere sind regelrecht abgesoffen. Die Landschaft stand tatsaechlich total unter Wasser. Lediglich eine Strasse in die Stadt war befahrbar und selbst diese nur einspurig.



Townsville liegt direkt am Meer mit Blick auf Magnetic Islands, die wir ebenfalls nicht besuchen konnten, da der Faehrbetrieb eingestellt war. Wir fuhren zu einem Park direkt am Meer zu einer schoenen Lagune in der wir schwimmen konnten. Ab in die Badesachen und endlich mal baden. Aufgrund der hochgiftige Quallen ist das Baden im Meer von ca. Dezember bis Februar nicht moeglich. Noch so eine miese Geschichte... hatten ja nicht schon genug Pech. Auf dem Parkplatz im Park, in dem wir auch schlafen wollten, trafen wir noch zwei Campervans, beide deutsch. Wir richteten uns gemuetlich auf dem Parkplatz ein, sassen zusammen, assen, tranken Bier und es haette ein netter Abend werden koennen. Wenn da nicht die Ranger gewesen waeren, die wohl etwas dagegen hatten, dass wir hier schlafen wollten. Somit wurden wir zum ersten mal von unserem Schlafplatz vertrieben. Wir fuhren in einer Kolonne auf einen Truckstop auf dem Highway und naechtigten dort. Es wurde dennoch ein lustiger Abend.



Am naechsten Morgen machten wir uns die ca. 350km lange Reise nach Cairns, unserer letzten Station. Das Wetter war bombastisch und die Natur herrlich. Wir sind in den Tropen angekommen. Die Strecke ist mehr als reizvoll und daher absolut eine Reise wert. Sie fuehrt durch dichten tropischen Regenwald, ueber Huegel und durch Taeler und ist daher wunderschoen. Wir erreichten schliesslich am fruehen Abend Cairns.


@ Michi: Die riesen Banane haben wir zwar verpasst, aber als Entschaedigung bekommst du hier die groesste Mango der Welt ;-)



@ Angelika: Freut mich, dich in unserem Blog begruessen zu koennen. Viel Spass beim Lesen!

Freitag, 11. Januar 2008

Chapter 3: Australien - regnerische Tage

Was fuer ein herrlicher Morgen. Man geniesst einen frisch zubereiteten Kaffee und betrachtet all die lustigen Kangaroos, wie sie schlaefrig in unmittelbarer Naehe faul herum liegen und hin und wieder auf einen Blick ihren Kopf heben. Wir wanderten schliesslich noch fuer einige Zeit im Nationalpark umher bevor wir nach Port Macquarie aufbrachen. Hier blieben wir fuer eine Nacht wobei wir am bisher schoensten "freien" Spot die Nacht verbrachten. Wir parkten unmittelbar an einem schoenen langen Sandstrand und schliefen mit dem herrlichen Rauschen des Meeres ein.



Am naechsten Morgen suchten wir die Fordwerkstatt auf, da unser Wagen einige Macken hat und einfach nicht anspringen moechte...wer weiss warum??
Dem Wetter sollten wir eigentlich ein eigenes Kapitel schenken, so fuerchterlich wie es ist. Es regnet und regnet und regnet... Aus diesem Grund, wie bereits erwaehnt, mussten wir unseren geplanten Weg entlang der Kueste vorbei an Coffs Harbour (Hey Banane, ich haette gern, das zu deinen Ehren errichtete Monument gesehen, aber... der Regen...), Baron Bay vorbei an Brisbane bis nach Redcliff aendern, da die Strassen zum Teil gesperrt sind weil weite Gegenden ueberflutet sind. Der Weg fuehrte uns daher ueber das New England Plateau, ein bis zu 1400m hohes Plateau, welches ca. 50 km westlich der Kueste verlaeuft und sich bis nach Queensland erstreckt. Dieses ist gleichzeitig ein Teil der sog. Great Diving Range, das den Kuestenstreifen vom Outback trennt.
Der Weg hinauf zum Plateau fuehrte uns an einigen Wasserfaellen vorbei, die wir natuerlich besichtigten. Oben angekommen besuchten wir den Dorrigo NP, der auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes steht, da er Bestaende des subtropischen kuehlgemaessigten aber vor allem des nur noch selten vorkommenen warmgemaessigten Regenwaldes umfasst. In diesem wanderten wir fuer ca. 3 Std. was einfach unglaublich beeindruckend war. Ich glaube, wir haben noch nie ein solch sattes gruen und eine solch ueppige Vegetation gesehen. Hier haben wir sogar wilde Wollombies, eine Unterart der Kangaroos sowie zahlreiche Echsen gesehen. Weiter ging es nach Armidale, einer Universitaetsstadt in welcher wir auch uebernachteten.


Am naechsten Morgen, was sollen wir sagen... es regnete mal wieder... brachen wir auf unsere grosse Reise nach Redcliff auf. Der Weg fuehrte vorbei an Glen Innes - Tenterfield - Warwick und Brisbane. Insgesamt fuhren wir ca. 600 km - alles nur um dem Regen auszuweichen. Als wir ankamen regnete es!!!

In Tenterfield besuchten wir ein keltisches Monument, welches Aehnlichkeit mit Stonehenge hat. 24 Steine simbolisieren jede Stunde des Tages. Weitere Steine die vier Himmelsrichtungen und weitere die Winter- und Sommersonnenwende. Die Gegend um Warwick ist besonders durch die Fels- und Steinformationen faszinierend. Hier wollten wir auch einen heiligen Ort der Aborigines besuchen. Ein 715m langer und 213m hoher Granitmonolith - der groesste in Australien. Jedoch haette dies einen 4 stuendigen beschwerlichen Marsch durch die Buschlandschaft bedeutet - wohlgemerkt bei starkem Regen. Wir entschieden uns daher dagegen und fuhren weiter. Zurueck zum Highway waehlten wir eine Abkuerzung, welche ueber unbefestigte Strassen fuehrte. So ziemlich am Ende der mit Schlagloechern uebersaehten Strasse lag ein riesiger Eukalyptusbaum inmitten des Weges. Waere nicht ein anderes Auto gekommen und wir haetten mit vereinten Kraeften einen schmalen Weg freigeraeumt, wir haetten all den langen Weg zurueck gemusst.


In Brisbane haben wir dann eine Express-Auto-Sightseeingtour gemacht. Nach Sydney hatten wir einfach keinen Bock auf eine Millionenstadt mit dem Auto. Zudem ... nun ja... was sollen wir im Regen durch Brisbane laufen.

Am naechsten Morgen - es regnete immer noch - standen wir Punkt 9 Uhr nach NSW-Zeit vor dem Visitor Center in Redcliff, um Informationen einzuholen. Keine Menschenseele. Ratlosigkeit. Dann die Erkenntniss: Queensland ist eine Stunde hinter NSW. So ein Mist. Also ab zum Cleening Park Auto putzen. Es hatte es noetig. Und was sollen wir sagen... es regnetet immer noch und sollte den ganzen Tag ueber noch die meiste Zeit regnen. Die Rettung fuer unsere angespannten Nerven war das aeltere Ehepaar namens Theo & Thea aus dem Visitor Center. Sie versorgten uns nicht nur mit unzaehligen Infos ... Nein... Sie luden uns auch auf ein ueppiges, gutes, warmes Essen, Internet und eine heisse Dusche zu sich nach Hause ein. Wir glauben sie sahen die Verzweiflung in unseren Augen und wollten uns was gutes tun. Wir verbrachten den Nachmittag bei ihnen und sie waren einfach unglaublich nett und gastfreundlich. Sie tischten ein riesiges Essen auf und gaben uns auch noch ein ueppiges Abendessen mit auf den Weg. Wir kamen und schon recht merkwuerdig und verlegen vor, aber sie freuten sich ungemein, dass wir zu ihnen gekommen sind und gaben uns daher das Gefuehl, dass dies voellig ok ist. Wir tauschten noch unsere Adressen aus, sie gaben uns noch ihre Telefonnummer - im Notfall anrufen und sie sind zur Stelle - und wir fuhren am fruehen Abend weiter zur Sunshine Coast. Und wie der Name schon verspricht... es war herrlich ;-) aber seht selbst...



Bei Sturm, Wind und Regen uebernachteten wir wieder auf einem Parkplatz. Einziger Trost: das gute Essen von Theo & Thea.

Am naechsten Morgen, dem 10.01.08 ging es weiter nach Bundaberg. Die Sunshine Coast war einfach zu schoen, so dass wir regelrecht gehen mussten;-)
In Bundaberg, bzw. am Mon Repos Beach, haben wir am Abend ein Schildkroeten Conservation Center besucht. An dieseem 1.5km langen Strandabschnitt legen Jahr fuer Jahr von Nov. bis Maerz zahlreiche Wasserschildkroeten ihre Eier ab. Aus diesem Grund ist dieser Strandabschnitt geschuetzt und wurde in ein Conservation Center umgewandelt. An diesem Naturereignis wollten wir natuerlich teilhaben und gingen nach Einbruch der Dunkelheit unter Fuehrung eines Guides zum Strand. Ein unbeschreibliches und einmaliges Erlebnis. Wir waren fasziniert und zutiefst beeindruckt. Bevor wir eine Schildkroete bei der Eiablage beobachten durften, konnten wir zum einen zuschauen, wie eine wiedergenesene Schildkroete wieder in die Freiheit entlassen wurde und zum anderen wie eine Baby-Schildkroete den langen Weg zum Meer ueberwand um dann nach ca. 30 Jahren hoffentlich wieder zurueck zu kehren um selbst Eier abzulegen. Ein ergreifendes Erlebnis. (Heike: du haettest es sehen sollen, du waerst gestorben vor Glueck!)
Zum Glueck gibt es Ereignisse wie diese, die uns die vielen Regentage versuessen.