Nach einem ausgedehnten Fruehstueck direckt am See machten wir uns auf den Weg nach Te Anau, dem Ausgangspunkt zum Milford Sound und zahlreichen Tracks in der Umgebung.
Te Anau ist wunderschoen am gleichnamigen See Te Anau gelegen und da man ausschliesslich von hier zum Milford Sound kommt, total ueberteuert. Wir goennten uns einen Campingplatz mit richtigen Duschen, vergammelten ein wenig den Tag und assen nach langer langer Zeit mal wieder ein saftiges Steak mit Pommes und Salat... hmm goettlich.
Am naechsten Morgen machten wir uns auf den 120km lange Reise zum Milford Sound. Die Landschaft ist einfach ueberwaeltigend schoen und gesaeumt von zahlreichen Seen. An einem von diesen schlugen wir kurz unser Zelt auf, da wir erst spaet am Abend zurueckkehren sollten. Danach ging es weiter ueber Berge, durch Taeler und den Homer Tunnel und erreichten schliesslich den Milford Sound. Wir buchten uns kurz eine Schiffstour fuer den Nachmittag und genossen und erkundeten anschliessend die Gegend, assen zu Mittag und dann ging es schlieslich los. Auf, hinaus zu einem der acht naturwunder der Erde... den Milford Sound.
Dieses einzigartige Fleckchen Erde, welches als das Herz des Fiordlandes bezeichnet wird, ist in der Tat ein Wunder der Natur. Es faellt einem ungemein schwer dieses spektakulaere und wunderschoene Erlebnis zu beschreiben. Wir gleiteten mit unserem kleinen Boot den Fiord entlang, hinaus zur Tasmannsee. Rechts und Links tuermten sich die bis zu 2000m hohen wettergegerbten Klippen auf, an welchen sich zahlreiche stufenfoermige Wasserfaelle hinabstuerzten und teilweise einen feinen Wassernebel im Fiord verteilten. Die Berge in den Fiorden sind mit dichtem Wald bewachsen und der Blick auf den pyramidenfoermigen 1692m hohen Miltre Peak, mit seiner schneebedeckten Spitze ist einfach spektakulaer. Man muss sich dieses Schauspiel selbst vor Augen fuehren um diese einzigartige Schoenheit begreifen zu koennen. Wir standen im grunde ca. 2h nur stumm da, regten unsere Koepfe in die Hoehe, bestaunten und bewunderten schlichtweg diese Einzigartigkeit.
Am Abend genossen wir dann noch ein mehr oder weniger gutes Essen mit vielen nervigen Sandfliegen direkt am Lake Gunn.
Am naechsten Morgen machten wir uns sehr frueh auf den Weg. Wir hatten uns sehr viel vorgenommen. Zum einen sollte es hinauf zum Key Summit gehen, ein 920m hoher Berg mit 360 Grad Blick auf die umliegenden teilweise schneebedeckten und 1000m hoeheren Berge. Zum anderen versucheten wir uns am ersten Abschnitt des Routburn Tracks, einer Wanderstrecke die eigentlich drei Tage dauert, 32km lang ist und als mittelschwer eingestuft wird. Insgesamt sollte diesse Strecke nach Vorgabe 6-8 Stunden dauern.
Der Aufstieg zum Key Summit war anstrengend und lang. Insgesamt dauerte er 2h... stetig bergauf. Die Aussicht jedoch lies all diese Muehe wieder in Vergessenheit geraten. Der 360 rundum Blick war einfach atemberaubend. Wir legten eine kurze Rast ein, genossen den Blick und machten uns dann auf den Weg zum Erland Wasserfall, welcher sich, wie erwaehnt, im ersten Abschnitt des Routburn Tracks befindet. Es ging zunaechst 200 Hoehenmeter bergab, bevor der Wideraufstieg begann. Die Faszination ueber diesen maerchenverwunschenen Wald lies die Steigung jedoch sehr schnell verblassen. Saemtliche Rotbuchen waren verhuellt von unterschiedlichen Moosen, welche in verschiedenen Gruentoenen schimmerten. Teilweise sah es aus, als wuechsen den Baeumen Haare!!! Der Waldboden selbst war mit verschiedenen Farnen bewachsen. Ein wahrlicher Zauberwald, der zudem noch mit zahlreichen kleinen Wasserfaellen durchzogen war. Der Track ging ueber Stock und Stein, berauf und bergab, es war ein schmaler Pfad und gewiss kein ausgebauter Weg. Nach ca. 2h erreicheten wir schliesslich den 174m hohen und schlicht ergreifenden Wasserfall... Pause und Lunch... danch der Abstieg... ca. 3h.
Am naechsten Morgen ging es zurueck nach Te Anau. Eigentlich wollten wir noch den Kerppler Track in Angriff nehmen. Jedoch aenderte sich das Wetter und das DOC riet uns von diesem Vorhaben ab, da sich die Aussicht aufgrund tiefhaengender Wolken nicht lohnen und ein stetiger Regen uns begleiten wuerde. Also mussten wir diese Absicht leider sein lassen und machten uns daher auf den Weg nach Queenstown, welches wir am fruehen Abend erreichten.
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