Donnerstag, 20. März 2008

Chapter 4: Neuseeland - letzter Eintrag

Zu schoen war die Zeit... aber irgendwann musste dieser Tag ja mal kommen... dieser, der Tag der Abreise! Heute ist unser letzter Tag in Neuseeland. Morgen, es ist der 21.03.08, geht unser Flug nach Fiji. Und zugegeben, wir werden diesmal nicht nur mit einem heulenden Auge dieses grossartige und wunderschoene Land verlassen muessen.
Was koennte man fuer abschliessende Worte zu diesem Land waehlen... es faellt einem ungemein schwer, die richtigen zu finden. So vielfaelltig wie dieses Land ist, so sollten auch die letzten Worte ausfallen, jedoch welche?
Ein kleines Land, gerade mal 270.000 km2 (zum Vergleich, Deutschland hat 360.000km2) gross und doch diese beeindruckenden Naturauspraegungen: saftig gruene Regenwaelder, schneebedeckte und hohe Berge, gewaltige Gletscher, wilde und raue Surfer-Straende, steile Klippen, tropische und wunderschoene Sandstraende mit tuerkisenem Wasser, aktive Vulkane, Wuesten aus meterhohen Sandduenen, Canyons, eine beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt und so vieles mehr.
Es war eine grossartige, eine unvergessliche Zeit mit so vielen Eindruecken und Erfahrungen.

"Time is easy to have, but difficult to forget", wir werden diese Zeit nie vergessen und sie stets in unseren Gedanken tragen!!!

Mittwoch, 19. März 2008

Chapter 4: Neuseeland - Auckland


Am Morgen des 14.03.08 erreichten wir schliesslich Auckland. Bewusst eine Woche vor unserem Abflug nach Fiji, um genuegend Zeit fuer unseren Autoverkauf zu haben. Noch am selben Tag wurden in saemtlichen Backpacker Hostels Flyer ausgehaengt. Bis heute hat noch niemand angerufen!!! Aber zum Glueck gibt es da noch die Automaerkte, wo wir schliesslich am Sonntag uebergluecklich aber zu einem schlechteren Preis unser Auto verkaufen konnten.

Um diese Sorge weniger konnten wir uns den angenehmen Dingen widmen und Auckland und Umgebung ausfuehrlich besichtigen. Auckland ist die groesste Stadt Neuseelands und hier wohnen ca. ein Drittel aller Bewohner Neuseelands. Dementsprechend gross ist die Stadt.
Unter anderem haben wir einen ganz besonderen Ort besucht. Eine kleine wunderschoene Bucht bei Nort Head - Davenport, in welcher Daniel und Pia sich das eheliche Versprechen gaben. Daniel, wusstest du eigentlich, dass du auf einem ehemaligen Militaergebiet mit Kanonen, Bunkern etc. geheiratest hast?



However... man hat von hier aus einen herrlichen Blick auf die Bucht von Auckland, die Skyline und die Umgebung. Absolut eine gute Wahl zum heiraten!!!



Ebenso waren wir auf dem Mt. Eden, einem ehemaligen Vulkan inmitten der Stadt, von welchem man einen 360 Grad Rundumblick auf die Stadt hat. Haeuser so weit das Auge reicht!
Die Stadt selbst (das Zentrum) haben wir natuerlich auch ausfuehrlich besichtigt. Aber ehrlich gesagt, sooo der Hammer ist diese Stadt auch wieder nicht!

Chapter 4: Neuseeland - Northland

Damit man das "Northland" erreichen kann, muss man, es bleibt einem nichts anderes uebrig, erstmal Auckland (Millionenstadt) durchqueren. Nach all den Naturfreuden, die wir erlebt haben, ein regelrechter SCHOCK. Daher sind wir gleichmal einen 800 Jahre alten Kauribaum inmitten schoener Natur anschauen gegangen... sozusagen als Ausgleich. Man stelle sich das mal vor... 800 Jahre alt... der koennte vielleicht Geschichten erzaehlen. Majestaetisch stand er da, ein Baum des Lebens schlecht hin. Die Kauribaeume gehoeren zu den groessten und aeltesten Baeumen der Welt und sind schlichtweg beeindruckend.
Kurz geschlafen und weiter ging es zur Bay of Islands, dem Highlight des Northlands.



"Bay of Islands"
150 traumhaft schoene groessere und kleinere Inseln, durchzogen von dutzenden von atemberaubenden Buchten mit kristallklarem Wasser, das in tuerkisenen und tiefblauen Farbtoenen schimmert.



Das Segelboot durchschneidet foermlich die ruhige See. Bei herrlichem Sonnenschein gleitet man, vom Wind getragen, dahin. Das... das ist die Bay of Island, eine der wohl grossartigsten Sehenswuerdigkeiten der Nordinsel. Und man kommt einfach nicht drum herum diese einzigartige Kulisse mit einem Segelboot zu erkunden.



Auch wir konnten uns diesem Bann nicht entziehen. Bei herrlichem Sonnenschein schipperten wir mit der Gungha II, einer netten Segelyacht und dessen Skipper am Morgen des 11.03.08 los. Den Hafen verlassen, wurden die Segel gehisst und wir gleiteten dahin. Es war eine grossartige Fahrt und kaum zu beschreiben. Vorbei an unzaehligen Inseln hielten wir an der "Robinson Crouso" Insel, die wir bei einem einstuendigen Aufenthalt erkunden konnten und wo wir unser Lunch genossen. Danach konnte ich (Norman) fuer ca. 45 min das Stuer uebernehmen. Es war einfach genial diese prachtvolle Segelyacht steuern zu duerfen. Unterwegs trafen wir noch auf eine Familie Delphine, die es sich nicht nehmen lies, uns ein Stueck zu begleiten. Gegen fuenf Uhr am Abend endete schliesslich diese unglaubliche Segeltour - schlicht ein Traum.



Am Abend fuhren wir noch weiter zur Halbinsel Karikari, wo wir auf einem DOC Campingground direkt an der traumhaften Maitai Bay uebernachteten und einen wahnsinns Sonnenuntergang geniesen konnten.

Am naechsten Morgen ging es den 90 Miles Beach entlang zum noerdlichsten erreichbaren Punkt von Neuseeland - Cape Reiga. Unterwegs bestiegen wir noch die 85 m hohen Sandduenen. Sand so weit das Auge reicht!!! Bei Cape Reiga angekommen haben wir die schoene Umgebung erkundet, einen Leuchtturm besichtigt und das Spektakel betrachtet, wie die Tasmannsee und der Pazifische Strom aufeinander treffen.


Der 90 Miles Beach ist einfach unglaublich... ein riesiger Strand und ca. 90 km !!! und nicht 90 Miles lang. Bei Ebbe verwandelt er sich zu einem regelrechten Highway. Auch wir haben es uns nicht nehmen lassen und sind auf dem Strand mit unserem Auto umhergecruist. Manch einer musste dieses Abenteuer jedoch schon mit seinem Auto bezahlen... stecken geblieben... Flut... das wars!!!



"Waipoua Kauri Forest"
Auf dem Weg zurueck nach Auckland haben wir diesen grossartigen und 1952 zum Schutzgebiet erklaerten urwald besucht. Dieser beherbegt den groessten Rest der einzig ausgedehnten Kauribaumpopulation. Ein voll ausgewachsener kauribaum wird ca. 60m hoch und hat einen Stammdurchmesser von ca. 5m. Gewaltig!!!
In diesem Urwald kann man den groessten, den 2. und den 7. groessten Kauribaum, sowie die 4 Sisters besuchen. Die 4 Sisters sind eine Ansammlung von 4 gewaltigen Kauribaeumen die aneinader gewachsen sind und daher ein spektakulaeres bild abgeben. Am beeindruckendsten jedoch war der "Vater des Waldes" wie ihn die Maori nennen. Er ist ein gigantischer baum und dominiert eine Lichung des Waldes. Die anderen ausgewachsenen Kauribaeume in der Umgebung sehen gegen ihn wie Streichhoelzer aus. Mit einem Durchmesser von weit ueber 5m und einem Umfang von sagenhaften 16,8m ist er der Maechtigste aller Kauribaume und auch der aelteste. Sein Alter wird auf beindruckende 2000 Jahre geschaetzt! Ist das nicht der Wahnsinn?

Sonntag, 9. März 2008

Chapter 4: Neuseeland - Tongariro Alpine Crossing

Am 05.03.08 war es dann soweit. Das Wetter war gewiss nicht optimal aber noch laenger warten wollten wir auch nicht. Um 5.00 Uhr morgens, bzw. mitten in der Nacht, klingelte der Wecker. Um 6.00 Uhr war Abfahrt. Die Discovery Lodge ruehmt sich damit, das erste Shuttel am Treck zu sein... was fuehr ein Spass. Wir kamen am Startpunkt des Trecks an und es war stock dunkel, zudem regnete es. Wir wurden sozusagen ausgesetzt und standen da. Loslaufen war nicht, man konnte ja nicht mal sehen wohin - also warten!!! Discovery Lodge - Super Aktion!!!

Blick von der Discovery Lodge auf den Vulkan:



Der Tongariro Crossing ist ein, nein DER spektakulaerste Abschnitt des Tongariro Northern Circuit, einer der 9 Great Walks von Neuseeland. Das faszinierende an diesem Treck ist, er fuehrt durch vulkanisches Gelaende, vorbei an Lavastroemen, an einem aktiven Krater, an blauen Kraterseen und zahreichen dampfenden Stellen. Zudem ist die Aussicht vom Feinsten.


Der Treck beginnt bei 1100 Hoehenmeter und fuehrt einen schliesslich auf sagenhafte 1900m hinauf. Insgesamt , da es mal hoch mal runter geht, bringt man ca. 1000 Hoehenmeter hinter sich. Zu beginn des Trecks wandert man durch alpine Vegetation und Wiesen, teils ueber befestigte Holzpfade, am Bachverlauf entlang, auf Trampelpfaden oder ueber ehemalige Lavastroeme die, in verschiedenen Farben (je nach Alter) schimmerten. Schliesslich steht man vor einer felsigen Wand - der erste eineinhalbstuendige Aufstieg beginnt. Waehrend des Aufstiegs aenderte sich die Umgebung schlagartig: keine Vegetation mehr, lediglich raues schwarzes Lavagestein. Die Wolken krachten foermlich gegen den Berg und rasten in einer atemberaubender Geschwindigkeit ueber den Bergkamm hinweg. Das Wetter aendert sich hier oben unvorstellbar schnell, sodass wir waehrend unserer Wanderung von Regen ueber Wind und Sonnenschein alle Wetterauspraegungen - ausgenommen Schneefall, zu sehen bekamen. Oben angekommen erreicht man ein gewaltiges Plateau, welches zwischen den 2 Vulkanen Mt. Tongariro und Mt. Ngauruhoe liegt. Dieses sieht aus wie ein ausgetrockneter Salzsee. Das Plateau passieren, dann der zweite Aufstieg zum hoechsten Punkt des Crossings. Diese Aussicht ist schliesslich gigantisch: Blick auf den roten Vulkankrater... ein einziges Farbenmeer... Blick auf die Kraterseen... tuerkisblau... Blick auf die dampfenden Stellen. Der Aufstieg hat sich mehr als gelohnt. Absolut faszinierend war die unheimliche und noch nie erlebte Stille hier auf dem Berg. Wo man sonst noch Voegel, Wasserrausen oder aehnliches hoeren konnte... hier absolut nichts!!! Schon fast gespenstig.


Nun hat man die ersten 7 der insgesamt 18km hinter sich gepracht. Von jetzt an sollte es nur noch bergab gehen. Vorbei an einem weiteren riesen Kratersee, zurueck zur alpinen Vegetation und durch einen Regenwald hindurch. Schliesslich erreicht man froh und gluecklich nach 7 Stunden, ueberwaeltigt vom Erlebten, den Endpunkt des Trecks.

Mittwoch, 5. März 2008

Chapter 4: Neuseeland - das dampfende Vulkan- und Thermalgebiet

Nach diesem Abenteuer machten wir uns am Morgen des 29.01.08 auf den Weg in Richtung Turangi, Taupo und Rotorua und somit zu DEM vulkanischen Gebiet von Neuseeland.
Der Weg fuehrte uns ueber den "forgotten Highway" und man kann in jedem Punkt von einer vergessenen Welt reden. Da war schlicht und ergreifend NICHTS. Das wohl skurilste an diesem Weg war der eigene Staat im Staat. Aufgrund von Streitigkeiten... Thema, wie soll es auch anders sein... Rugby... gruendete das Dorf Whangamomona mal schnell eine eigene Republik mit eigenem Nationalfeiertag... schon lustig!



Unser erster Zwischenstop war Turangi, dem Ausgangspunkt des legendaeren Tongariro Crossing, ein bzw. DER beruehmteste und spektakulaerste Tagesmarsch Neuseelands. Jedoch vermiesste uns zunaechst eine Schlechtwetterfront diese Tour und zwang uns nach einer Uebernachtung weiter in Richtung Taupo und Rotorua zu fahren. Taupo ist inbesonderem aufgrund des gleichnamigen und zugleich groessten Binnensees Neuseelands, dem Lake Taupo bekannt. Dieser wird auch als das feurige Herz bezeichnet, weil er ein riesiger 606 km2 grosser Kraterkessel darstellt, welcher durch den vor 26.500 Jahren groessten Vulanausbruch ueberhaupt entstand. Damals wurden 800km3 Asche und Bimstein in die Luft geschleudert. Im Grunde ist die Stadt ein zweites Queenstown... also fuer uns viel zu touristisch. Daher ging es auch bald weiter in Richtung Rotorua. Auf halber Strecke erreichten wir unsere Highlights!!!

Wai-o-Tapu Wonderland
Ok... zugegeben auch sehr touristisch aber ganz und gar koennen wir dem auch nicht entfliehen. Wai-o-tapu (heiliges Wasser) ist ein Termalgebiet das sich auf 18km2 erstreckt. Es ist uebersaeht von kollabierten Kratern, heissen und kalten Seen, Schlammloechern und dampfenden Erdspalten. Ein kleiner Ausschnitt davon ist fuer Touristen zugaenglich. Die Besichtigung dauert ca. 2 1/2 Stunden und ist schlichtweg faszinierend! Ueberall dampft, prodelt, blubbert und stinkt es.



Besonders sehenswert war der in zahlreichen Farben schimmernde Champagne Pool. Die gesamte Groesse des Sees laesst sich aufgrund des Dampfes (er ist heiss... sehr heiss) nicht ueberblicken. Am Rand des Sees lagern sich verschiedene Mineralien ab, was ihn in unzaehligen Farben erscheinen laesst.



Der gesamte Park ist im Grunde ein einziges Farbenmeer: gelb (Schwefel), orange (Antimonsulfide), weiss (Siliziumoxid), gruen (Arsensulfide)... bis schwarz (Kohlenstoff) sind hier alle Farben vertreten... ein richtiges Regenbogenland. Ebenfalls beeindruckend waren die Sinter-Terrassen, eine gewaltig grosse, weiss schimmernde Flaeche, in welche sich ueber die Jahrhunderte Siliziumoxid abgelagert hat. Noch heute dehnen sich die Terassen aus, da staendig Siliziumoxid-haltiges Wasser nachfliest.



Ein durch und durch fasszinierendes aber teilweise uebel riechendes Erlebnis, das allemal sein Geld wert war.


Ein natuerliches Spa
Anschliessend sind wir zu einem regelrechten Insider-Tipp gefahren. Keine Menschenmassen, keine Touristen lediglich der heisse Fluss, der heisse Wasserfall und WIR!!! Ja, ihr habt alle richtig gehoert ein heisser Wasserfall!!! Der absolute Wahnsinn. Ein grandioses und einmaliges Erlebniss und das auch noch fuer umme! Inmitten eines Waldabschnitts, fernab der geteerten Strassen ist ein natuerlicher heisser Fluss, an welchem sich einige Pools und kleine und ein ca. 2m hoher Wasserfall gebildet haben. Das Wasser ist heiss aber noch im Wohlfuehlbereich. Jedoch laenger als eine halbe Stunde haelt man es dennoch nicht im Wasser aus. Alleine daher schon weil man ziemlich schnell wie ein Marschmellow aussieht!!! Wir genossen es in vollen Zuegen und planschten was das Zeug haelt!



Anschliesend ging es weiter nach Rotorua, der Termal-Spa-Stadt Neuseelands. Hier blieben wir fuer die kommende Nacht und haben uns natuerlich auch eine der zahlreichenden Termalbaeder gegoennt. Noch mehr heisses Wasser aber dann war doch genug. Am naechsten Morgen ging es zurueck nach Turangi und schliesslich zur Discovery Lodge, von wo am naechsten Morgen unser Tongariro Crossing beginnen sollte. Aber wie das nun mal so ist mit dem lieben Wetter... es stuermte und topte aus allen Loechern und somit stecken wir hier... mal wieder... fest und warten auf besser Wetter, denn machen werden wir ihn DEFINITIV!!!