Nach 4 endlosen Tagen ging es endlich los. Auf hinaus zu den zahlreichen Inseln von Fiji. Von unserem damaligen Skipper (Segeltour, Bay of Island, Neuseeland) bekamen wir den Tip, das Octopus Resort zu wählen. Man kann es auch das Paradies nennen, denn genau das war es. Dieses (der Name Resort wird diesmal gerecht) liegt auf der Insel Waya, der ersten Insel der Yasawa Inselgruppe.
Die Überfahrt dauerte ca. 2 1/2 Stunden und führte an unzähligen traumhaften Inseln vorbei... Island-Sigthseeing Tour sozusagen. Die Zeit verging wie im Fluge und wir kamen im Paradies an. Dieses idyllische, von Bewohnern eines naheliegenden Dorfes aufgebauten Resorts, liegt in der traumhaft schönen und einsamen Bucht mit dem Namen "Likuliku Bay". Vorgelagert ein faszinierendes und farbenfrohes Riff. Wir wohnten in einem schönen Bungalow inmitten eines tropischen Gartens. Wir fühlten uns sofort wohl und bereuten bereits jetzt, dass wir nur vier Tage bleiben würden. Das Resort wurde von einem Australier geleitet, d.h. man spürte den westlichen Einfluss und Standart. Sämtliche Angestellte waren jedoch Bewohner des Dorfes. In gleicher Weiße wie das Resort wuchs, wuchs auch der Standart des Dorfes. (Strom, Wasser, Schulen, ärztliche Versorgung) Eine perfekte Symbiose!
Das Riff war eines der schönsten Aquarien, die wir je gesehen haben. Farbenfrohe Korallen und unzählige Fische. Wir hielten uns jeden Tag für mehrere Stunden im Riff auf, es war einfach zu schön!
Sonne satt, schöner Strand, gutes Essen (das beste, das wir seit langer Zeit gegessen haben), ein Traum von einem Riff, warmes, türkisfarbenes Wasser, nette Leute... was will man mehr? Es war einfach perfekt.
Sonne satt, schöner Strand, gutes Essen (das beste, das wir seit langer Zeit gegessen haben), ein Traum von einem Riff, warmes, türkisfarbenes Wasser, nette Leute... was will man mehr? Es war einfach perfekt.
Noch am ersten Abend haben wir mit einem Einheimischen einen Handline Fishing Trip unternommen. Wir fuhren hinaus zu einem Riff bis das Wasser eine Tiefe von ca. 30m erreichte. Unser Skipper schnitt einen Fisch in kleine Stücke, diese an den Haken und los gings. Es dauerte nicht lange und da hatte Samira schon den ersten Fisch am Haken. Einen "White Snapper". Wie stolz sie war!!! (Übrigens: Norman fuhr ohne Fisch nach Hause!) Wir waren eine kleine Gruppe von sechs Leuten und es machte einen riesen Spaß. Kurz bevor wir aufbrechen wollten hatte unser Holländer etwas großes am Haken. Der Fisch zog und wehrte sich, der Holländer brauchte all seine Kraft um ihn einzuziehen. Alle warteten gespannt was es denn nun ist für ein Fisch. Bis plötzlich aus dem Nichts ein 1m großer Riffhai aus dem Wasser sprang. Geschockt und überrascht schrien alle auf: ein Hai, ein Hai. Der Skipper, wie vom Blitz getroffen, rannte zum Holländer: Hold on, hold on... take care! Er nahm die Leine und bat den Holländer sowie alle auf dem Boot in den hinteren Bereich zu gehen, schlichtweg zu gefährlich. Der Hai wehrte sich und der Skipper hatte seine Müh und Not. Doch auf einemal sprang der Hai in einem Satz in unser Boot. Unser Skipper fing an wild zu tanzen... er hatte Angst um seine Füsse.
Nun kommt der prutale Part: mit dem Messer stach der Skipper dem wild zappelten Hai in den Kopf. Immer wieder stach er auf ihn ein. Das Boot füllte sich mit Blut und der Hai hörte einfach nicht auf zu zappeln. Zu dritt hielten wir schließlich den Hai mit aller Kraft fest damit der Skipper zum finalen Stich ins Gehirn ansetzen konnte. Der Hai war tot und wir alle total perplex.
Die Haut des Hais ist der Wahnsinn. Auf der einen Seite (Richtung) sanft und glatt, auf der anderen Seite (Richtung) rau wie Schmirkelpapier. Das Fleisch ist hart und man spürt förmlich die Kraft die in ihm steckte.
Insgesamt holten wir 3 White-, 3 Red-Snapper, 2 keine Ahnung was das war, und den Hai aus dem Wasser. Es sollte uns am nächsten Mittag ein vorzügliches Lunch bescheren. Der Hai war mit Abstand der beste Fisch den wir je gegessen haben!!! Aber auch die anderen Fische wurden vom Koch sehr lecker zubereitet!!
Das Resort boten jeden Abend ein Unterhaltungsprogramm gegen die Langeweile an. Unter anderem fand ein Krabbenrennen, eine Kava-Zeremonie, eine Meke-Vorführung (fijianischer Tanz und Gesang), ein Quizz und viele mehr statt.
Am Tag unserer Abreise bekamen wir zu spüren, was Regenzeit auf Fiji bedeutet. Vom Meer raste eine noch nie gesehene weiße Wand auf uns zu. In einem wirklich atemberaubenden Tempo schlug die Wand auf unsere Bucht ein. Was dann abging ist nahezu unbeschreiblich. Das war kein Regen mehr, das war eine regelrechte Wasserwand die auf uns niederging. Man sah die eigene Hand nicht mehr und es stürmte aus den Vollen. Zum Glück dauerte dieses Unwetter nicht allzu lange an, so dass die Überfahrt zu unserer nächsten Insel recht angenehm war!
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